Symptome & Folgen

Erschöpfung

  • Leitsymptom, auch ohne Anämie.
  • Bei niedrigem Ferritin besserte Eisengabe in Studien die Erschöpfung.
  • Unspezifisch: Differenzialdiagnosen immer mitdenken.

Erschöpfung ist das Leitsymptom des Eisenmangels und häufig der Grund, überhaupt nach dem Eisenstatus zu fragen. Sie kann auftreten, bevor das Hämoglobin sinkt. In randomisierten Studien an nicht-anämischen Frauen mit niedrigem Ferritin besserte sich die Erschöpfung unter Eisengabe stärker als unter Placebo, wenn auch nicht bei allen Teilnehmerinnen. Zugleich ist Erschöpfung eines der unspezifischsten Symptome überhaupt. Schlafmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Depression, Dauerbelastung, Infekte und viele andere Ursachen können dahinterstehen, oft mehrere zugleich. Die hausärztliche Leitlinie zur Müdigkeit setzt deshalb auf eine strukturierte Anamnese und ein schlankes Basislabor. Ein niedriger Ferritinwert erklärt die Erschöpfung nicht automatisch vollständig, und ein normaler Wert bei gleichzeitiger Entzündung schließt einen Mangel nicht sicher aus.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Eisenmangel und Erschöpfung: Erschöpfung und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Eisenmangel und Erschöpfung“ – Erschöpfung und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Verdon F et al. Iron supplementation for unexplained fatigue in non-anaemic women: double blind randomised placebo controlled trial. BMJ 2003;326(7399):1124
  • Vaucher P et al. Effect of iron supplementation on fatigue in nonanemic menstruating women with low ferritin: a randomized controlled trial. CMAJ 2012;184(11):1247–1254
  • Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). S3-Leitlinie Müdigkeit. AWMF-Register-Nr. 053-002, Stand Dezember 2022.

Stand der Map: 8. Oktober 2026

Das ist ein Ausschnitt aus der Starter-Map „Eisenmangel und Erschöpfung“ in Mirari: 41 Knoten, 6 Themenfelder, alle Verbindungen. Die ganze Map bekommst du kostenlos in dein Konto. Map holen →