Differenzialdiagnosen

Vitamin DHypothese

  • Als eigener Faktor bei Erschöpfung diskutiert.
  • Eine Studie fand Besserung bei nachgewiesenem Mangel.
  • Kein Teil des Basislabors bei Müdigkeit.

Ein Vitamin-D-Mangel wird als eigenständiger Faktor bei Erschöpfung diskutiert. Vitamin D wirkt auf Muskulatur, Immunsystem und zahlreiche weitere Gewebe, und niedrige Spiegel sind in den Wintermonaten in Mitteleuropa verbreitet. In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie an sonst gesunden Erwachsenen mit Erschöpfung und nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel besserte sich die selbst eingeschätzte Erschöpfung unter Vitamin D stärker als unter Placebo. Das ist ein einzelnes, eher kleines Ergebnis, das sich nicht ohne Weiteres auf andere Gruppen übertragen lässt. Die hausärztliche Leitlinie zur Müdigkeit führt Vitamin D nicht im Basislabor. Vitamin-D-Mangel und Eisenmangel schließen sich nicht aus und können gemeinsam auftreten, etwa bei wenig Aufenthalt im Freien und einseitiger Ernährung. Der Status Hypothese bleibt bestehen.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Eisenmangel und Erschöpfung: Vitamin D und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Eisenmangel und Erschöpfung“ – Vitamin D und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Nowak A et al. Effect of vitamin D3 on self-perceived fatigue: a double-blind randomized placebo-controlled trial. Medicine (Baltimore) 2016;95(52):e5353
  • Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). S3-Leitlinie Müdigkeit. AWMF-Register-Nr. 053-002, Stand Dezember 2022.

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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