Differenzialdiagnosen
Psyche & Dauerstress
- Große symptomatische Überschneidung mit dem Eisenmangel.
- Beides kann gleichzeitig vorliegen.
- Gezielt nach Stimmung und Interesse fragen.
Depression, Angststörungen und anhaltende Belastung gehören zu den häufigsten Ursachen von Erschöpfung. Sie überschneiden sich symptomatisch stark mit dem Eisenmangel: Antriebslosigkeit, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen und verminderte Belastbarkeit kommen bei beiden vor. Die hausärztliche Leitlinie zur Müdigkeit empfiehlt, gezielt nach gedrückter Stimmung und Interessenverlust zu fragen. Eine Entweder-oder-Logik trägt hier nicht. Ein Eisenmangel kann psychische Beschwerden verstärken, und eine psychische Belastung kann über Ernährung, Schlaf und Selbstfürsorge die Eisenversorgung verschlechtern. Ein auffälliger Laborwert beendet deshalb nicht die Frage nach der Lebenssituation, und eine psychische Erklärung nicht die nach dem Eisenstatus. Bei Hinweisen auf eine Depression, besonders bei Hoffnungslosigkeit oder Suizidgedanken, gehört die Abklärung in ärztliche oder psychotherapeutische Hand.
Hängt zusammen mit
- ← Erschöpfung
- Siehe auch: Konzentration & Brain Fog

Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). S3-Leitlinie Müdigkeit. AWMF-Register-Nr. 053-002, Stand Dezember 2022.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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