Labor & Eisenstatus
Eisenmangel ohne AnämieHypothese
- Leerer Speicher bei noch normalem Hämoglobin.
- Ob er allein Erschöpfung verursacht, wird diskutiert.
- Studien zur Eisengabe kommen zu uneinheitlichen Ergebnissen.
Als Eisenmangel ohne Anämie gilt ein erschöpfter Eisenspeicher bei noch normalem Hämoglobin. Er ist deutlich häufiger als die Eisenmangelanämie, vor allem bei menstruierenden Frauen. Ob er für sich genommen Erschöpfung verursacht, wird diskutiert. Mehrere randomisierte Studien an nicht-anämischen Frauen mit niedrigem Ferritin fanden unter Eisengabe eine stärkere Besserung der Erschöpfung als unter Placebo; andere Studien fanden keinen Effekt. Eine Metaanalyse aus randomisierten Studien und Querschnittsstudien ordnet den Mangel ohne Anämie als mögliche Ursache von Erschöpfung ein. Klinisch wird der Zusammenhang häufig beschrieben, die Studienlage bleibt uneinheitlich. Für die Praxis heißt das: Ein normales Blutbild beendet die Frage nach dem Eisenstatus nicht.
Hängt zusammen mit
- → Erschöpfung
- → Konzentration & Brain Fog
- → Infektanfälligkeit
- ← Ferritin
- ← mögliche Mitspieler? Kupfer & Vitamin A
- Siehe auch: Hämoglobin
- Siehe auch: Blutspende

Quellen
- Verdon F et al. Iron supplementation for unexplained fatigue in non-anaemic women: double blind randomised placebo controlled trial. BMJ 2003;326(7399):1124
- Vaucher P et al. Effect of iron supplementation on fatigue in nonanemic menstruating women with low ferritin: a randomized controlled trial. CMAJ 2012;184(11):1247–1254
- Yokoi K, Konomi A. Iron deficiency without anaemia is a potential cause of fatigue: meta-analyses of randomised controlled trials and cross-sectional studies. British Journal of Nutrition 2017;117(10):1422–1431.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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