Ursachen
Blutspende
- Regelmäßige Spenden leeren den Speicher.
- Typisch ist ein Mangel ohne Anämie.
- Wird im Gespräch häufig übersehen.
Mit jeder Vollblutspende verliert der Körper eine beträchtliche Menge Eisen, die er über die Nahrung erst nach Wochen bis Monaten ersetzt. Vor jeder Spende wird zwar das Hämoglobin geprüft, das Ferritin aber nicht überall. Regelmäßige Spenderinnen und Spender können deshalb einen leeren Speicher haben, obwohl sie zur Spende zugelassen werden; typisch ist ein Eisenmangel ohne Anämie. In einer randomisierten Studie an nicht-anämischen Spenderinnen mit Eisenmangel wurde untersucht, wie sich eine Eisengabe auf Erschöpfung und weitere Beschwerden auswirkt. Die Blutspende wird im Gespräch häufig übersehen, weil sie nicht als medizinischer Vorgang wahrgenommen wird. Die Frage, ob, wie oft und seit wann gespendet wird, gehört deshalb in jede Anamnese bei Erschöpfung.
Hängt zusammen mit
- → Ferritin
- Siehe auch: Eisenmangel ohne Anämie

Quellen
- Waldvogel S et al. Clinical evaluation of iron treatment efficiency among non-anemic but iron-deficient female blood donors: a randomized controlled trial. BMC Medicine 2012;10:8.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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