Symptome & Folgen

InfektanfälligkeitHypothese

  • Eisen wird von Immunzellen gebraucht.
  • Bei Infekt entzieht der Körper Erregern gezielt Eisen.
  • Zusammenhang in beide Richtungen beschrieben.

Eisen wird von Immunzellen gebraucht, unter anderem für die Vermehrung von Lymphozyten und für die Abwehrreaktionen von Fresszellen. Ein Mangel kann die Immunfunktion beeinträchtigen, und Infektanfälligkeit wird im Zusammenhang mit Eisenmangel berichtet. Zugleich brauchen auch Bakterien und andere Erreger Eisen. Der Körper reagiert auf eine Infektion deshalb, indem er über Hepcidin Eisen in den Speichern zurückhält und den Spiegel im Blut senkt; dieser Eisenentzug ist Teil der Abwehr. Daraus ergibt sich ein Bild, das in beide Richtungen beschrieben ist: Zu wenig Eisen kann die Abwehr schwächen, ein Überangebot kann in bestimmten Situationen Erreger begünstigen. Ein niedriger Eisenwert während eines Infekts ist außerdem kein verlässlicher Hinweis auf einen Speichermangel. Der Status Hypothese bleibt deshalb bestehen.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Eisenmangel und Erschöpfung: Infektanfälligkeit und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Eisenmangel und Erschöpfung“ – Infektanfälligkeit und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Ganz T, Nemeth E. Iron homeostasis in host defence and inflammation. Nature Reviews Immunology 2015;15(8):500–510.

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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