Labor & Eisenstatus

Hämoglobin

  • Fällt erst spät im Verlauf eines Mangels.
  • Ein normaler Wert schließt Eisenmangel nicht aus.
  • Nicht jede Anämie ist eine Eisenmangelanämie.

Hämoglobin ist der eisenhaltige Farbstoff der roten Blutkörperchen, der den Sauerstoff transportiert. Ein Eisenmangel entwickelt sich in Stufen: Zuerst leert sich der Speicher, dann sinkt das Transporteisen, und erst zuletzt reicht das Eisen nicht mehr für die Blutbildung. Erst in diesem letzten Stadium fällt das Hämoglobin unter die Normgrenze, und man spricht von einer Eisenmangelanämie. Ein normaler Hb-Wert schließt einen Eisenmangel deshalb nicht aus; viele Betroffene haben über Monate einen leeren Speicher bei unauffälligem Blutbild. Umgekehrt ist nicht jede Anämie eine Eisenmangelanämie. Die Einordnung gelingt erst zusammen mit Ferritin, Transferrinsättigung und den Erythrozytenindizes. Die Referenzbereiche unterscheiden sich nach Geschlecht, Alter und Schwangerschaft.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Eisenmangel und Erschöpfung: Hämoglobin und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Eisenmangel und Erschöpfung“ – Hämoglobin und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Hastka J, Metzgeroth G, Gattermann N. Eisenmangel und Eisenmangelanämie. Onkopedia-Leitlinie (DGHO), Stand 2025. onkopedia.com
  • Camaschella C. Iron-Deficiency Anemia. New England Journal of Medicine 2015;372(19):1832–43.

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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