Darm als Organ

Magensäure & Verdauung

  • Erste Stufe jeder Resorption.
  • Denaturiert Eiweiß und macht Eisen aufnehmbar.
  • Längere PPI-Einnahme ist mit Eisenmangel verbunden.

Die Magensäure ist die erste Stufe der Verdauung. Sie denaturiert Eiweiß, aktiviert eiweißspaltende Enzyme, tötet einen großen Teil der mit der Nahrung aufgenommenen Keime ab und überführt Nahrungseisen in eine aufnehmbare Form. Auch die Freisetzung von Vitamin B12 aus der Nahrung braucht ein saures Milieu. Fehlt Säure, etwa bei atrophischer Gastritis, nach Magenoperationen oder unter säurehemmenden Medikamenten, kann die Aufnahme von Eisen und Vitamin B12 sinken, und mehr Bakterien erreichen den Dünndarm. Für die längerfristige Einnahme von Protonenpumpenhemmern ist in einer großen Fall-Kontroll-Studie ein erhöhtes Risiko für Eisenmangel beschrieben, das mit Dauer und Dosis zunahm. Ob ein Medikament abgesetzt oder umgestellt wird, entscheidet die verordnende ärztliche Seite. Vertiefung: Starter-Map „Eisenmangel und Erschöpfung“.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Die Darm-Hormon-Achse: Magensäure & Verdauung und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Die Darm-Hormon-Achse“ – Magensäure & Verdauung und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Tran-Duy A, Connell NJ, Vanmolkot FH et al. Use of proton pump inhibitors and risk of iron deficiency: a population-based case-control study. Journal of Internal Medicine 2019;285(2):205–214. doi:10.1111/joim.12826
  • Hastka J, Metzgeroth G, Gattermann N. Eisenmangel und Eisenmangelanämie. Onkopedia-Leitlinie (DGHO), Stand 2025.

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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