Ursachen
Pflanzliche Ernährung
- Nicht-Häm-Eisen ist schlechter verfügbar.
- Die Zusammensetzung der Mahlzeit zählt mehr als die Eisenmenge.
- Ein Rechenfaktor, kein Urteil über die Ernährungsform.
Pflanzliche Lebensmittel enthalten ausschließlich Nicht-Häm-Eisen, das der Körper schlechter aufnimmt als das Häm-Eisen aus Fleisch und Fisch. Die geschätzte Eisenverfügbarkeit liegt bei gemischter Kost bei etwa 14–18 %, bei vegetarischer Kost bei etwa 5–12 %. Zugleich enthalten Vollkorn, Hülsenfrüchte und Nüsse viel Phytat, das die Aufnahme zusätzlich hemmt. Wie viel Eisen tatsächlich ankommt, hängt deshalb stark von der Zusammensetzung der einzelnen Mahlzeit ab: Vitamin C fördert, Tee, Kaffee und Kalzium hemmen. Vegetarisch und vegan lebende Menschen haben im Mittel niedrigere Ferritinwerte, aber nicht zwangsläufig einen Mangel. Der Unterschied ist ein Rechenfaktor, kein Urteil über die Ernährungsform; relevant wird er erst zusammen mit Bedarf und Verlusten.
Hängt zusammen mit
- → Häm- vs. Nicht-Häm-Eisen
- Siehe auch: Vitamin C
- Siehe auch: Tee, Kaffee, Phytate

Quellen
- Hurrell R, Egli I. Iron bioavailability and dietary reference values. American Journal of Clinical Nutrition 2010;91(5):1461S–7S.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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