Aufnahme & Regulation

Tee, Kaffee, Phytate

  • Polyphenole und Phytate hemmen Nicht-Häm-Eisen.
  • In Einzelmahlzeiten deutlich, über den Tag schwächer.
  • Zeitlicher Abstand zur Mahlzeit verringert den Effekt.

Polyphenole, wie sie in schwarzem und grünem Tee, Kaffee, Kakao und Rotwein vorkommen, binden Nicht-Häm-Eisen im Darm und verringern seine Aufnahme. Phytat aus Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und Samen wirkt ähnlich und gilt als stärkster Hemmstoff in pflanzenbetonter Ernährung. Einweichen, Keimen, Fermentieren und Sauerteigführung bauen Phytat teilweise ab. In Einzelmahlzeiten-Studien ist die Hemmung deutlich; über eine gemischte Tageskost gemittelt fällt sie schwächer aus. Bei bestehendem Mangel kann es trotzdem sinnvoll sein, Tee und Kaffee zeitlich von eisenreichen Mahlzeiten zu trennen, statt ganz darauf zu verzichten. Häm-Eisen wird von diesen Stoffen nur wenig beeinflusst.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Eisenmangel und Erschöpfung: Tee, Kaffee, Phytate und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Eisenmangel und Erschöpfung“ – Tee, Kaffee, Phytate und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Hurrell R, Egli I. Iron bioavailability and dietary reference values. American Journal of Clinical Nutrition 2010;91(5):1461S–7S.

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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