Symptome & Abgrenzung

Reizdarmsyndrom

  • Diagnose nach Ausschluss organischer Ursachen, ärztlich gestellt.
  • Häufig, real und keine Verlegenheitsdiagnose.
  • Die Begleitung kann Muster und Auslöser dokumentieren.

Das Reizdarmsyndrom ist durch wiederkehrende Bauchschmerzen oder Beschwerden in Verbindung mit veränderten Stuhlgewohnheiten gekennzeichnet, ohne dass eine organische Ursache gefunden wird. Es gehört zu den häufigsten Diagnosen in der Gastroenterologie und betrifft Frauen häufiger als Männer. Die deutsche S3-Leitlinie betont, dass die Diagnose nach Ausschluss anderer Erkrankungen ärztlich gestellt wird und dann eine eigenständige, ernst zu nehmende Erkrankung ist. Mechanistisch spielen eine gesteigerte Empfindlichkeit des Darms, Veränderungen der Motilität, die Darm-Hirn-Achse, frühere Infekte und das Mikrobiom zusammen. Viele Betroffene bemerken eine Verstärkung der Beschwerden vor und während der Menstruation. Die Begleitung kann Muster und Auslöser dokumentieren, etwa Zusammenhänge mit Mahlzeiten, Belastung und Zyklus, und damit die ärztliche Behandlung unterstützen.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Die Darm-Hormon-Achse: Reizdarmsyndrom und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Die Darm-Hormon-Achse“ – Reizdarmsyndrom und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Layer P, Andresen V, Allescher H et al. Update S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom (DGVS/DGNM), AWMF 021/016. Zeitschrift für Gastroenterologie 2021;59(12):1323–1415
  • Lacy BE, Mearin F, Chang L et al. Bowel Disorders. Gastroenterology 2016;150(6):1393–1407.

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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