Symptome & Abgrenzung
Darm & StimmungHypothese
- Darm und Gehirn kommunizieren über Nerven, Immunsystem und Stoffwechselprodukte.
- Beim Menschen überwiegend assoziativ belegt.
- Psychische Belastung wirkt umgekehrt auf den Darm.
Darm und Gehirn stehen in ständigem Austausch: über den Vagusnerv, über das Immunsystem, über Hormone der Stressachse und über bakterielle Stoffwechselprodukte wie kurzkettige Fettsäuren. Diese Verbindung wird als Darm-Hirn-Achse bezeichnet. In Tierversuchen verändern Darmbakterien Stressreaktionen und Verhalten deutlich. Beim Menschen sind Zusammenhänge zwischen Mikrobiom und Stimmung vielfach beschrieben, aber überwiegend assoziativ; ob Veränderungen des Mikrobioms Ursache oder Folge psychischer Beschwerden sind, ist meist offen. Gut belegt ist dagegen die umgekehrte Richtung: Psychische Belastung verändert Motilität, Empfindlichkeit und Beschwerden des Darms, was beim Reizdarm eine zentrale Rolle spielt. Diese Map führt die Wirkung des Mikrobioms auf die Stimmung als Hypothese.
Hängt zusammen mit
- → Mikrobiom-Vielfalt
- Siehe auch: Reizdarmsyndrom

Quellen
- Cryan JF, Dinan TG. Mind-altering microorganisms: the impact of the gut microbiota on brain and behaviour. Nature Reviews Neuroscience 2012;13:701–712.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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