Zyklus & Fertilität
Schwangerschaft
- Der Bedarf an Schilddrüsenhormon steigt deutlich.
- Die Referenzbereiche verschieben sich.
- Unter Hormontherapie frühe ärztliche Anpassung.
In der Schwangerschaft verändert sich der Schilddrüsenstoffwechsel erheblich. Das Schwangerschaftshormon hCG stimuliert die Schilddrüse ähnlich wie TSH, weshalb das TSH im ersten Drittel sinkt. Gleichzeitig steigen die Transportproteine, die Hormonbildung und der Jodbedarf, und das Kind ist in den ersten Wochen vollständig auf die mütterlichen Schilddrüsenhormone angewiesen. Die Referenzbereiche verschieben sich deshalb und werden nach Schwangerschaftsdrittel gelesen. Frauen, die bereits Schilddrüsenhormon einnehmen, brauchen meist schon früh in der Schwangerschaft eine Anpassung; die Betreuung ist ärztlich. Jede Schilddrüsenfrage in der Schwangerschaft gehört zu den roten Flaggen dieser Map. Nach der Geburt fällt der Bedarf wieder, und die postpartale Thyreoiditis kommt als eigene Differenzialdiagnose hinzu.
Hängt zusammen mit
- → TSH
- Siehe auch: Jod
- Siehe auch: Postpartale Thyreoiditis

Quellen
- Alexander EK et al. 2017 ATA Guidelines for Thyroid Disease During Pregnancy and the Postpartum. Thyroid 2017;27(3):315–389.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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