Nährstoffe & Kofaktoren

Jod

  • Zentraler Baustein der Schilddrüsenhormone.
  • Der Bedarf steigt in Kinderwunsch und Schwangerschaft.
  • Bei Autoimmunthyreoiditis kontrovers; diese Map nennt keine Mengen.

Jod ist der zentrale Baustein der Schilddrüsenhormone: T4 enthält vier, T3 drei Jodatome. Weltweit ist Jodmangel die häufigste Ursache einer Unterfunktion und eines Kropfes. Die Versorgung hängt stark von Ernährungsgewohnheiten ab, etwa vom Verzehr von Meeresfisch, Milchprodukten und jodiertem Speisesalz. Im Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und in der Stillzeit steigt der Bedarf, weil die mütterliche Schilddrüse mehr Hormon bildet und das Kind mitversorgt. Zugleich ist die Jodzufuhr bei einer Autoimmunthyreoiditis kontrovers: Eine hohe Zufuhr kann die Autoimmunreaktion verstärken. Die Kontroverse steht hier ausdrücklich. Diese Map nennt keine Mengen; die individuelle Empfehlung ist ärztlich.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Schilddrüse – Nebenniere – Zyklus: Jod und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Schilddrüse – Nebenniere – Zyklus“ – Jod und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Alexander EK et al. 2017 ATA Guidelines for Thyroid Disease During Pregnancy and the Postpartum. Thyroid 2017;27(3):315–389 (Jodversorgung im Kinderwunsch).

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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