Zyklus & Fertilität
Prolaktin-Verbindung
- Bei Unterfunktion steigt TRH, und TRH regt auch Prolaktin an.
- Erhöhtes Prolaktin stört den Zyklus.
- Bei erhöhtem Prolaktin wird die Schilddrüse immer mitbestimmt.
TRH aus dem Hypothalamus regt nicht nur die Bildung von TSH an, sondern auch die von Prolaktin. Bei einer primären Unterfunktion fehlt die bremsende Rückkopplung der Schilddrüsenhormone, TRH steigt, und mit ihm kann das Prolaktin steigen. Erhöhtes Prolaktin hemmt die GnRH-Ausschüttung und kann so zu Zyklusstörungen, ausbleibendem Eisprung, einer verkürzten Lutealphase oder Milchfluss außerhalb der Stillzeit führen. Deshalb wird bei erhöhtem Prolaktin immer die Schilddrüse mitbestimmt, bevor weitere Ursachen wie ein Hypophysentumor oder Medikamente gesucht werden. Auch Stress, Schlaf, Brustuntersuchung und Tageszeit beeinflussen den Prolaktinwert; eine leichte Erhöhung wird deshalb kontrolliert, bevor sie bewertet wird. Die Abklärung ist ärztlich.
Hängt zusammen mit
- → HHS-Achse
- Siehe auch: Lutealphase
- Siehe auch: Hypothalamische Amenorrhoe

Quellen
- Melmed S, Casanueva FF, Hoffman AR, et al. Diagnosis and treatment of hyperprolactinemia: an Endocrine Society clinical practice guideline. JCEM 2011;96(2):273–288.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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