Zyklus & Fertilität
Lutealphase
- Verkürzte Lutealphase bei Unterfunktion beschrieben.
- Mechanismus über Eisprung und Gelbkörperfunktion.
- Beobachtungsgröße, keine Diagnose.
Die Lutealphase ist der Abschnitt zwischen Eisprung und nächster Blutung, in dem der Gelbkörper Progesteron bildet und die Gebärmutterschleimhaut auf eine mögliche Einnistung vorbereitet. Eine verkürzte Lutealphase wird im Zusammenhang mit Schilddrüsenunterfunktion beschrieben; der Mechanismus läuft über eine schwächere Follikelreifung, eine schwächere Gelbkörperfunktion und gegebenenfalls eine Prolaktinerhöhung. Mit Zyklusbeobachtung über Temperatur, Zervixschleim oder LH-Tests lässt sich die Länge der Lutealphase abschätzen. Sie ist eine Beobachtungsgröße im Zusammenspiel mit anderen Befunden, keine Diagnose. Auch Belastung, Energiedefizit, intensiver Sport und die Perimenopause können sie verkürzen. Ob eine verkürzte Lutealphase allein die Fruchtbarkeit senkt, ist umstritten; eine verlässliche Diagnose der Lutealinsuffizienz gibt es nicht. Vertiefung: Starter-Map „Kinderwunsch-Basisnetz“.
Hängt zusammen mit
- → Schilddrüse & Zyklus
- Siehe auch: Prolaktin-Verbindung

Quellen
- Krassas GE, Poppe K, Glinoer D. Thyroid Function and Human Reproductive Health. Endocrine Reviews 2010;31(5):702–755
- Practice Committee of the American Society for Reproductive Medicine. Diagnosis and treatment of luteal phase deficiency: a committee opinion. Fertility and Sterility 2021;115(6):1416–1423.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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