Krankheitsbilder
Hashimoto-Thyreoiditis
- Häufigste Ursache der Unterfunktion bei ausreichender Jodversorgung.
- Verläuft meist schleichend über Jahre.
- Frauen deutlich häufiger, familiär gehäuft.
Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Immunzellen und Antikörper das Schilddrüsengewebe allmählich zerstören. In Regionen mit ausreichender Jodversorgung ist sie die häufigste Ursache einer Unterfunktion; bei Jodmangel steht der Mangel selbst vorn. Sie verläuft meist schleichend über Jahre: Oft finden sich zunächst nur Antikörper und ein typisches Ultraschallbild bei normaler Funktion, später eine latente und schließlich eine manifeste Unterfunktion. Nicht alle Betroffenen entwickeln eine Funktionsstörung. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer, und die Erkrankung tritt familiär gehäuft sowie zusammen mit anderen Autoimmunerkrankungen auf, etwa Zöliakie, Typ-1-Diabetes oder Vitiligo. Eine ursächliche Therapie gibt es nicht; behandelt wird die Unterfunktion, wenn sie auftritt, und zwar ärztlich.
Hängt zusammen mit
- → Latente Hypothyreose
- → Symptome der Unterfunktion
- ← TPO- und Tg-Antikörper
- ← Sonografie
- ← Postpartale Thyreoiditis
- ← Jod und Autoimmunität – wie stark? Jod
- ← Ursache oder Begleitbefund? Vitamin D
- ← Schilddrüse & Zyklus
- Siehe auch: Nebenniereninsuffizienz

Quellen
- Ralli M, Angeletti D, Fiore M, et al. Hashimoto's thyroiditis: an update on pathogenic mechanisms, diagnostic protocols, therapeutic strategies, and potential malignant transformation. Autoimmunity Reviews 2020;19(10):102649.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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