Ursachen
Magensäure & PPI
- Magensäure macht Nahrungseisen aufnehmbar.
- Längere PPI-Einnahme ist mit Eisenmangel verbunden.
- Dauermedikation gehört in die Anamnese.
Nicht-Häm-Eisen liegt in der Nahrung überwiegend in dreiwertiger Form vor. Damit es im Dünndarm aufgenommen werden kann, muss es gelöst und zu zweiwertigem Eisen reduziert werden; das saure Milieu des Magens unterstützt diesen Schritt. Protonenpumpenhemmer, die die Säurebildung unterdrücken, können die Aufnahme deshalb verringern. In einer großen niederländischen Fall-Kontroll-Studie war die längerfristige Einnahme mit einem erhöhten Risiko für Eisenmangel verbunden, das mit Dauer und Dosis zunahm. Auch eine Magenoperation oder eine chronische Gastritis mit verminderter Säurebildung kann die Aufnahme einschränken. Für die Anamnese heißt das: Dauermedikation gezielt erfragen. Ob ein Medikament abgesetzt oder umgestellt wird, entscheidet die verordnende Ärztin oder der verordnende Arzt.
Hängt zusammen mit

Quellen
- Tran-Duy A, Connell NJ, Vanmolkot FH et al. Use of proton pump inhibitors and risk of iron deficiency: a population-based case-control study. Journal of Internal Medicine 2019;285(2):205–214. doi:10.1111/joim.12826
- Snook J et al. British Society of Gastroenterology guidelines for the management of iron deficiency anaemia in adults. Gut 2021;70(11):2030–2051.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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