Grenzen & rote Flaggen
Eliminationsdiäten
- Können Auslöser identifizieren, zeitlich begrenzt und mit Wiedereinführung.
- Ihr Risiko liegt in der Verengung der Ernährung.
- Kein Protokoll in dieser Map.
Ein Auslassversuch kann helfen, einen Auslöser von Beschwerden zu identifizieren, wenn er zeitlich begrenzt ist, nur wenige Lebensmittel betrifft und mit einer geplanten Wiedereinführung endet. Erst die Wiedereinführung zeigt, ob ein Lebensmittel tatsächlich Beschwerden auslöst. Das Risiko solcher Diäten liegt in der Verengung: Immer mehr Nahrungsmittel werden gemieden, oft auf Grundlage nicht aussagekräftiger Tests, die Versorgung mit Nährstoffen wird lückenhaft, und das Essverhalten selbst kann zum Problem werden, bis hin zur Angst vor dem Essen. Bei Kindern, in der Schwangerschaft, bei Untergewicht und bei einer Vorgeschichte mit Essstörungen ist besondere Vorsicht geboten. Fachgesellschaften raten deshalb zu Eliminationsdiäten nur bei begründetem Verdacht und mit fachlicher Begleitung, etwa durch eine Ernährungsfachkraft. Dieses Risiko wird hier ausdrücklich benannt. Ein Protokoll enthält diese Map nicht.
Hängt zusammen mit
- Risiko der Verengung → Mikrobiom-Vielfalt
- Siehe auch: Histaminintoleranz

Quellen
- Stapel SO, Asero R, Ballmer-Weber BK et al.; EAACI Task Force. Testing for IgG4 against foods is not recommended as a diagnostic tool. Allergy 2008;63(7):793–796.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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