Einflussfaktoren
Stress & Stressachse
- Akuter Stress kann Schmerz kurzfristig dämpfen.
- Anhaltender Stress verstärkt Schmerz eher.
- Wirkt über Stressachse, Muskelspannung und Verhalten.
Akuter Stress kann Schmerz kurzfristig dämpfen, etwa durch körpereigene Opioide in einer Notsituation; man spricht von stressinduzierter Analgesie. Anhaltender Stress wirkt dagegen eher schmerzverstärkend. Diskutierte Wege sind eine veränderte Regulation der Stressachse mit verschobenem Cortisolprofil, eine geringere absteigende Schmerzhemmung, eine Neigung zu Entzündungsprozessen, erhöhte Muskelspannung sowie Verhaltensfolgen wie Schlafmangel, weniger Bewegung und Rückzug. Welche dieser Wege im Einzelfall dominieren, lässt sich nicht messen. Belastende Lebensereignisse und anhaltender Druck bei der Arbeit sind in Studien mit der Chronifizierung von Rücken- und Nackenschmerzen verbunden. In der Praxis zählt die Frage nach aktuellen Belastungen deshalb zur Schmerzanamnese, und Stressbewältigung ist Bestandteil multimodaler Programme.
Hängt zusammen mit
- moduliert → Absteigende Schmerzhemmung
- ← Pressen und Knirschen? CMD

Quellen
- Hannibal KE, Bishop MD. Chronic stress, cortisol dysfunction, and pain: a psychoneuroendocrine rationale for stress management in pain rehabilitation. Physical Therapy 2014;94(12):1816–1825.
Rechtsstand: Rolle & Recht geprüft am 08.10.2026 (Blankoverordnung, sektoraler HP Physiotherapie, Direktzugang, Osteopathie).
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