Krankheitsbilder
CMD
- Schmerz und Funktionsstörung von Kiefergelenk und Kaumuskulatur.
- Häufig gemeinsam mit Kopf- und Nackenschmerz.
- Diagnose nach DC/TMD, Behandlung mit der Zahnmedizin.
Unter craniomandibulärer Dysfunktion (CMD), international temporomandibuläre Störungen genannt, werden Schmerzen und Funktionsstörungen der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke zusammengefasst. Typisch sind Schmerzen beim Kauen oder Sprechen, Gelenkgeräusche, eine eingeschränkte Mundöffnung und Schmerzen, die in Schläfe, Ohr oder Gesicht ausstrahlen. CMD tritt häufig gemeinsam mit Kopfschmerz vom Spannungstyp, Migräne und Nackenschmerz auf. Die international genutzten Diagnosekriterien DC/TMD erfassen neben dem körperlichen Befund ausdrücklich psychosoziale Faktoren wie Belastung, Stimmung und Schmerzverhalten. Pressen und Knirschen, also Bruxismus, gelten als möglicher Faktor; der Zusammenhang mit Stress ist beschrieben, ursächlich aber nicht gesichert. Die Behandlung ist meist konservativ: Edukation, Selbstbeobachtung, Übungen, manuelle Therapie und bei Bedarf eine zahnärztliche Aufbissschiene. Die Diagnostik erfolgt zahnärztlich oder ärztlich, die Behandlung idealerweise interdisziplinär.
Hängt zusammen mit
- häufig gemeinsam → Kopfschmerz
- Pressen und Knirschen? → Stress & Stressachse

Quellen
- Schiffman E, Ohrbach R, Truelove E et al. Diagnostic Criteria for Temporomandibular Disorders (DC/TMD) for Clinical and Research Applications. Journal of Oral & Facial Pain and Headache 2014;28(1):6–27
- Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT). S3-Leitlinie Diagnostik und Behandlung von Bruxismus, AWMF-Register-Nr. 083-027, 2019 (Gültigkeit abgelaufen).
Rechtsstand: Rolle & Recht geprüft am 08.10.2026 (Blankoverordnung, sektoraler HP Physiotherapie, Direktzugang, Osteopathie).
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