Einflussfaktoren
Schlaf
- Schlechter Schlaf senkt die Schmerzschwelle.
- Schmerz stört umgekehrt den Schlaf.
- Schlaf sagt künftigen Schmerz stärker voraus als umgekehrt.
Schlaf und Schmerz beeinflussen sich gegenseitig. Experimentell senkt Schlafentzug bei Gesunden die Schmerzschwelle und schwächt die absteigende Schmerzhemmung. Umgekehrt stört Schmerz das Ein- und Durchschlafen. In Längsschnittstudien sagte schlechter Schlaf künftige Schmerzen und die Entstehung chronischer Schmerzen stärker voraus als Schmerz den späteren Schlaf. Das macht Schlaf zu einem eigenständigen Ansatzpunkt. In der Anamnese lohnt der Blick auf Schlafdauer, Schlafqualität, nächtliches Aufwachen durch Schmerz, Schichtarbeit und Hinweise auf schlafbezogene Atmungsstörungen wie Schnarchen und Atemaussetzer. Ein Schlaftagebuch macht Muster sichtbar. Ausgeprägte Schlafstörungen und der Verdacht auf eine Schlafapnoe gehören ärztlich abgeklärt. Kognitive Verhaltenstherapie bei Schlafstörungen ist gut belegt; erste Studien deuten an, dass sie sich auch auf Schmerz auswirken kann.
Hängt zusammen mit
- Mangel schwächt Hemmung → Absteigende Schmerzhemmung
- Siehe auch: Noziplastischer Schmerz
- Siehe auch: Fibromyalgiesyndrom

Quellen
- Finan PH, Goodin BR, Smith MT. The association of sleep and pain: an update and a path forward. Journal of Pain 2013;14(12):1539–1552.
Rechtsstand: Rolle & Recht geprüft am 08.10.2026 (Blankoverordnung, sektoraler HP Physiotherapie, Direktzugang, Osteopathie).
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