Schmerzmechanismen

Nozizeptiver Schmerz

  • Entsteht durch Reizung von Nozizeptoren im Gewebe.
  • Typisch lokal, belastungsabhängig, mechanisch nachvollziehbar.
  • Häufig bei akuter Verletzung und Entzündung.

Nozizeptiver Schmerz entsteht, wenn Nozizeptoren, freie Nervenendigungen in Haut, Muskeln, Gelenken, Sehnen oder Organen, durch tatsächliche oder drohende Gewebeschädigung aktiviert werden. Er ist meist gut lokalisierbar, hängt von Belastung und Bewegung ab und folgt einem nachvollziehbaren mechanischen oder entzündlichen Muster: Bestimmte Positionen oder Tätigkeiten verstärken ihn, Entlastung lindert ihn. Typische Beispiele sind eine frische Bänderverletzung, eine Sehnenreizung oder eine aktivierte Arthrose. Nozizeptiver Schmerz hat eine Schutzfunktion und klingt mit der Heilung meist ab. Auch bei chronischen Beschwerden kann ein nozizeptiver Anteil bestehen bleiben, oft gemischt mit anderen Mechanismen. Die Einordnung als vorwiegend nozizeptiv beruht auf Anamnese und Untersuchung; sie ist eine klinische Arbeitshypothese, keine Messung.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Chronischer Schmerz – vom Gewebe zum System: Nozizeptiver Schmerz und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Chronischer Schmerz – vom Gewebe zum System“ – Nozizeptiver Schmerz und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Basbaum AI, Bautista DM, Scherrer G, Julius D. Cellular and molecular mechanisms of pain. Cell 2009;139(2):267–284.

Rechtsstand: Rolle & Recht geprüft am 08.10.2026 (Blankoverordnung, sektoraler HP Physiotherapie, Direktzugang, Osteopathie).

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