Nebenniere & Stressachse

Chronische Belastung

  • Verändert die Cortisolausschüttung, wirkt auf Schilddrüse und Zyklus.
  • Die Stärke im Einzelfall ist nicht messbar.
  • Die Verbindungen sind deshalb als Hypothese markiert.

Anhaltende Belastung, ob durch Arbeit, Pflege, Schlafmangel, Krankheit oder Energiedefizit, verändert die Regulation der Stressachse. Je nach Art und Dauer kann die Cortisolausschüttung erhöht, abgeflacht oder in ihrem Tagesrhythmus verschoben sein. Erhöhtes Cortisol kann die TSH-Ausschüttung dämpfen und die Umwandlung von T4 in T3 drosseln, und über den Hypothalamus wirkt Belastung auf die Ausschüttung von GnRH und damit auf den Zyklus. Diese Wechselwirkungen sind physiologisch beschrieben, vor allem in Studien zu akuter Belastung und in Tiermodellen. Ihre Stärke im Einzelfall ist mit den verfügbaren Tests nicht messbar. Die Verbindungen dieses Knotens sind deshalb als Hypothese markiert. Für die Praxis bleibt Belastung trotzdem ein Faktor, den die Anamnese immer erfragt.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Schilddrüse – Nebenniere – Zyklus: Chronische Belastung und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Schilddrüse – Nebenniere – Zyklus“ – Chronische Belastung und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Ranabir S, Reetu K. Stress and hormones. Indian Journal of Endocrinology and Metabolism 2011;15(1):18–22.

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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