Hormone & Regelkreis

AMH

  • Zeigt die Eizellreserve, nicht die Fruchtbarkeit
  • Niedrig ≠ schlechtere natürliche Chance
  • Relevant für Planung und Kinderwunschbehandlung

Das Anti-Müller-Hormon wird von kleinen Follikeln gebildet und spiegelt die Zahl der verbliebenen Eizellen wider. Es sagt nichts über deren Qualität und kaum etwas über die Chance einer natürlichen Empfängnis im nächsten Jahr: In einer prospektiven Kohorte von Frauen zwischen 30 und 44 Jahren ohne Infertilitätsgeschichte waren niedrige Reservemarker nicht mit einer geringeren Konzeptionswahrscheinlichkeit verbunden. Seine Stärke liegt in der Planung, etwa bei der Frage, wie viel Zeit bleibt, und in der Kinderwunschbehandlung, wo er die Reaktion auf eine Stimulation abschätzen hilft. Ein niedriger Wert ist kein Urteil – er ist ein Gesprächsanlass.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Kinderwunsch-Basisnetz: AMH und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Kinderwunsch-Basisnetz“ – AMH und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Steiner AZ, Pritchard D, Stanczyk FZ, et al. Association Between Biomarkers of Ovarian Reserve and Infertility Among Older Women of Reproductive Age. JAMA 2017;318(14):1367–1376.

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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