Ursachen
Zöliakie & Darmerkrankungen
- Bei Eisenmangelanämie in 3–5 % der Fälle eine Zöliakie.
- Die Serologie gehört zur Standarddiagnostik.
- Auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen kommen in Betracht.
Eisen wird überwiegend im Zwölffingerdarm und oberen Dünndarm aufgenommen, genau dort, wo die Zöliakie die Schleimhaut schädigt. Bei Erwachsenen mit Eisenmangelanämie findet sich in etwa 3–5 % der Fälle eine Zöliakie, oft ohne typische Verdauungsbeschwerden. Die britische Leitlinie empfiehlt die Zöliakie-Serologie deshalb als Teil der Standarddiagnostik; aussagekräftig ist sie nur unter glutenhaltiger Ernährung. Auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn kommen in Betracht. Hier treffen verminderte Aufnahme, Blutverlust über die Schleimhaut und ein entzündungsbedingt erhöhtes Hepcidin zusammen. Ein Eisenmangel, der auf Maßnahmen nicht anspricht oder immer wiederkehrt, ist ein Hinweis in diese Richtung. Die Diagnostik ist ärztlich. Vertiefung: Starter-Map „Die Darm-Hormon-Achse“.
Hängt zusammen mit
- Malabsorption → Ferritin
- → Wann ärztlich abklären
- Siehe auch: Vitamin B12 & Folsäure

Quellen
- Snook J et al. British Society of Gastroenterology guidelines for the management of iron deficiency anaemia in adults. Gut 2021;70(11):2030–2051.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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