Labor & Eisenstatus

Löslicher Transferrinrezeptor

  • Steigt, wenn den Zellen Eisen fehlt.
  • Wird von einer Entzündung kaum beeinflusst.
  • Nicht Teil jedes Standardpanels.

Zellen, die Eisen brauchen, bilden auf ihrer Oberfläche mehr Transferrinrezeptoren; ein Teil davon gelangt als löslicher Rezeptor ins Blut. Der Wert steigt deshalb, wenn das Knochenmark zu wenig Eisen erhält. Anders als Ferritin wird er von einer Entzündung kaum beeinflusst. Damit hilft er dort, wo ein erhöhtes CRP das Ferritin unbrauchbar macht, vor allem bei der Frage, ob neben einer Anämie der Entzündung zusätzlich ein echter Eisenmangel besteht. Aus löslichem Rezeptor und Ferritin lässt sich ein Quotient bilden, der diese Unterscheidung schärft. Einschränkungen: Auch eine gesteigerte Blutbildung, etwa nach Blutverlust oder bei Hämolyse, hebt den Wert an. Er ist nicht Teil jedes Standardpanels, und die Referenzbereiche hängen vom Testverfahren ab.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Eisenmangel und Erschöpfung: Löslicher Transferrinrezeptor und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Eisenmangel und Erschöpfung“ – Löslicher Transferrinrezeptor und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Gattermann N et al. The Evaluation of Iron Deficiency and Iron Overload. Deutsches Ärzteblatt International 2021;118:847–56.
  • Weiss G, Ganz T, Goodnough LT. Anemia of inflammation. Blood 2019;133(1):40–50.

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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