Darm als Organ
Gallensäuren
- Emulgieren Fette und wirken als Signalmoleküle.
- Bakterien wandeln sie in sekundäre Gallesäuren um.
- Gallesäuren und Mikrobiom regulieren sich gegenseitig.
Gallesäuren werden in der Leber aus Cholesterin gebildet, in der Gallenblase gespeichert und nach einer Mahlzeit in den Dünndarm abgegeben, wo sie Nahrungsfette emulgieren und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine ermöglichen. Der größte Teil wird im letzten Abschnitt des Dünndarms wieder aufgenommen und kehrt zur Leber zurück, ein Kreislauf, der täglich mehrfach durchlaufen wird. Darmbakterien wandeln einen Teil in sekundäre Gallesäuren um. Diese wirken über eigene Rezeptoren als Signalmoleküle auf Leber, Fettgewebe sowie Glukose- und Energiestoffwechsel und beeinflussen ihrerseits, welche Bakterien im Darm gedeihen. Gallesäuren und Mikrobiom regulieren sich also gegenseitig. Ihr Kreislauf zwischen Leber und Darm folgt demselben Prinzip wie der enterohepatische Kreislauf der Östrogene, der in dieser Map eine zentrale Rolle spielt.
Hängt zusammen mit
- → Ballaststoffe als Substrat
- Siehe auch: Enterohepatischer Kreislauf

Quellen
- Wahlström A, Sayin SI, Marschall HU, Bäckhed F. Intestinal crosstalk between bile acids and microbiota and its impact on host metabolism. Cell Metabolism 2016;24(1):41–50.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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