Einflussfaktoren
Selbstwirksamkeit
- Zuversicht, trotz Schmerz handeln zu können.
- Geht mit weniger Behinderung und Depressivität einher.
- Wächst durch eigene Erfolgserfahrungen.
Selbstwirksamkeit beschreibt die Überzeugung, trotz Schmerzen Aufgaben bewältigen und das eigene Leben gestalten zu können. Das Konzept stammt von Albert Bandura. Eine Metaanalyse fand, dass höhere Selbstwirksamkeit bei chronischem Schmerz mit weniger Behinderung, weniger Depressivität und geringerer Schmerzintensität einhergeht. Sie gilt als einer der wichtigsten schützenden Faktoren gegen Chronifizierung. Selbstwirksamkeit wächst vor allem durch eigene Erfolgserfahrungen, etwa wenn eine gefürchtete Bewegung gelingt oder eine Alltagsaufgabe wieder bewältigt wird, außerdem durch Vorbilder, Ermutigung und das Verstehen der eigenen Beschwerden. Passive Behandlungen, bei denen Betroffene die Besserung allein der Therapeutin oder dem Therapeuten zuschreiben, können sie dagegen schwächen. Gemessen wird sie zum Beispiel mit dem Pain Self-Efficacy Questionnaire.
Hängt zusammen mit
- schützt vor → Chronifizierung
- ← stärkt Alltagsorientiertes Handeln

Quellen
- Jackson T, Wang Y, Wang Y, Fan H. Self-efficacy and chronic pain outcomes: a meta-analytic review. Journal of Pain 2014;15(8):800–814.
Rechtsstand: Rolle & Recht geprüft am 08.10.2026 (Blankoverordnung, sektoraler HP Physiotherapie, Direktzugang, Osteopathie).
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