Einflussfaktoren

Katastrophisieren

  • Grübeln, Vergrößern und Hilflosigkeit gegenüber Schmerz.
  • Starker Prädiktor für Schmerzintensität und Behinderung.
  • Veränderbar durch Edukation und Verhaltenstherapie.

Katastrophisieren bezeichnet eine übertrieben negative Ausrichtung auf tatsächlichen oder erwarteten Schmerz. Es hat drei Komponenten: Grübeln, also das gedankliche Festhängen am Schmerz, Vergrößern, also die Überbewertung seiner Bedrohlichkeit, und Hilflosigkeit, das Gefühl, nichts tun zu können. Gemessen wird es meist mit der Pain Catastrophizing Scale. In zahlreichen Studien sagt Katastrophisieren Schmerzintensität, Behinderung und Chronifizierung voraus. Es treibt das Angst-Vermeidungs-Verhalten an. Katastrophisieren ist keine Charakterschwäche und keine Diagnose, sondern ein Denkmuster, das sich verändern lässt: Schmerzedukation, kognitive Verhaltenstherapie und erfolgreiche Bewegungserfahrungen können es senken. Im Gespräch hilft eine Sprache, die Bedrohung nicht verstärkt, etwa der Verzicht auf Formulierungen wie „verschlissen“ oder „instabil“.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Chronischer Schmerz – vom Gewebe zum System: Katastrophisieren und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Chronischer Schmerz – vom Gewebe zum System“ – Katastrophisieren und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Sullivan MJL, Thorn B, Haythornthwaite JA et al. Theoretical perspectives on the relation between catastrophizing and pain. Clinical Journal of Pain 2001;17(1):52–64.

Rechtsstand: Rolle & Recht geprüft am 08.10.2026 (Blankoverordnung, sektoraler HP Physiotherapie, Direktzugang, Osteopathie).

Das ist ein Ausschnitt aus der Starter-Map „Chronischer Schmerz – vom Gewebe zum System“ in Mirari: 42 Knoten, 6 Themenfelder, alle Verbindungen. Die ganze Map bekommst du kostenlos in dein Konto. Map holen →