Einflussfaktoren
Depression & Angst
- Häufige Begleiter chronischer Schmerzen.
- Verstärken sich gegenseitig.
- Hinweise ernst nehmen und weiterleiten.
Depression und Angststörungen treten bei chronischem Schmerz deutlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung, und umgekehrt berichten viele Menschen mit Depression über Schmerzen. Beide verstärken sich gegenseitig: Schmerz schränkt Aktivität, Schlaf und soziale Kontakte ein, was die Stimmung drückt; gedrückte Stimmung senkt Antrieb und Schmerztoleranz und verschlechtert die Prognose. Teilweise teilen sie neurobiologische Mechanismen, etwa in den Botenstoffsystemen der absteigenden Hemmung. Depressive Symptome gelten deshalb als gelbe Flagge und Risikofaktor für Chronifizierung. Zwei einfache Fragen nach gedrückter Stimmung und Interessenverlust in den letzten Wochen helfen, Hinweise zu erkennen. Bei Anzeichen einer Depression, besonders bei Hoffnungslosigkeit oder Suizidgedanken, gehört die Abklärung in ärztliche oder psychotherapeutische Hand.
Hängt zusammen mit
- Risikofaktor → Chronifizierung
- Siehe auch: Multimodale Schmerztherapie

Quellen
- Bair MJ, Robinson RL, Katon W, Kroenke K. Depression and pain comorbidity: a literature review. Archives of Internal Medicine 2003;163(20):2433–2445.
Rechtsstand: Rolle & Recht geprüft am 08.10.2026 (Blankoverordnung, sektoraler HP Physiotherapie, Direktzugang, Osteopathie).
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