Kapitel 2

Sammeln

Das meiste Wissen begegnet dir nicht am Schreibtisch, sondern im Zug, beim Podcast-Hören oder zwischen zwei Terminen. Deshalb trennt Mirari zwei Dinge – am Handy sammelst du, am Rechner arbeitest du ein.

2.1

Die Sammelstation aufs Handy holen

Öffne www.mirariapp.com/de/sammeln im Handy-Browser und füge die Seite zum Startbildschirm hinzu. Dann startet Mirari wie eine App – direkt in der Sammelstation.

Mirari ist keine App aus dem App Store, sondern eine Web-App, die du dir selbst auf den Startbildschirm legst. Das dauert eine halbe Minute.

Am schnellsten: Öffne am Rechner die Einstellungen, Reiter „Mein Account“, und scanne den QR-Code im Kasten „Sammelstation aufs Handy“. Er führt direkt zur richtigen Seite.

iPhone (Safari)

  1. Öffne in Safari www.mirariapp.com/de/sammeln.
  2. Tippe auf das Teilen-Symbol (Quadrat mit Pfeil nach oben). Findest du den nächsten Punkt nicht sofort, scroll im Menü nach unten.
  3. Wähle „Zum Home-Bildschirm“.
  4. Öffne Mirari über das neue Symbol und melde dich dort einmal an. Das iPhone hält die App auf dem Startbildschirm getrennt von Safari – deshalb fragt Mirari beim ersten Öffnen noch einmal nach.

Android (Chrome)

  1. Öffne www.mirariapp.com/de/sammeln und melde dich an.
  2. Tippe oben rechts auf die drei Punkte.
  3. Wähle „App installieren“ oder „Zum Startbildschirm hinzufügen“.

Unter Android lohnt sich die Installation doppelt: Erst danach taucht Mirari im Teilen-Menü anderer Apps auf.

Warum startet Mirari am Handy in der Sammelstation? Eine Map mit fünfzig Knoten auf einem kleinen Bildschirm zu bearbeiten, macht wenig Freude. Die App auf deinem Startbildschirm öffnet deshalb direkt die Sammelstation. Deine Maps bearbeitest du bequemer am Rechner oder am Tablet.

Links, die du einer Klientin schickst, funktionieren auf jedem Gerät, also auch auf ihrem Handy.

2.2

Unterwegs sammeln

Alles, was du in der Sammelstation festhältst, landet auf einem Zettel – egal ob Gedanke, Foto, Sprachnotiz oder Link. Wenn du fertig bist, schließt du den Zettel. Am Rechner wartet er dann auf dich.

Der Zettel ist die Einheit. Stell dir einen Notizzettel vor, auf den du alles legst, was in einer Situation zusammengehört: die fotografierte Buchseite, den Gedanken dazu und den Link, den du nachschlägst. Genau so funktioniert es in Mirari. Es gibt immer genau einen offenen Zettel, und alles, was du erfasst, landet dort.

So hältst du etwas fest:

  1. Gedanke – tippen, das Textfeld ist sofort bereit
  2. Foto – öffnet direkt die Kamera, z. B. für eine Buchseite
  3. Screenshot – ein Bild, das schon auf deinem Handy liegt
  4. Sprachnotiz – für dich selbst gesprochen, bis 5 Minuten
  5. Mitschnitt – die Tondatei eines Vortrags oder Webinars hochladen
  6. PDF – eine Datei von deinem Handy auswählen

Darunter liegt der Knopf „Link einfügen“ – mit „Aus Zwischenablage“ holst du einen kopierten Link mit einem Tippen herein.

Wenn der Moment vorbei ist:

  • „Zettel fertig“ schließt den aktuellen Zettel.
  • „Neuer Zettel“ beginnt einen frischen.

Vergisst du das einmal, springt Mirari ein: Ein Zettel, den du länger als 12 Stunden nicht angefasst hast, wird beim nächsten Öffnen automatisch geschlossen und ein neuer begonnen. Du bekommst dazu einen Hinweis. So landet nicht eine ganze Seminarwoche auf einem einzigen Zettel.

Text aus Bildern und PDFs: Fotografierst du eine Buchseite, machst einen Screenshot oder legst ein PDF ab, liest Mirari den Text im Hintergrund aus. Damit ist die Seite später durchsuchbar, ohne dass du etwas abtippst.

Ohne Internet: Was du ohne Verbindung sammelst, bleibt auf deinem Handy und wird hochgeladen, sobald du wieder online bist. Bis dahin steht dabei „wartet auf Verbindung“.

Aus anderen Apps teilen (nur Android): Hast du Mirari unter Android installiert, kannst du Bilder, PDFs, Texte und Links aus anderen Apps direkt an Mirari teilen – sie landen auf deinem offenen Zettel. Auf dem iPhone ist das technisch leider nicht möglich. Dort kopierst du den Link und fügst ihn in der Sammelstation ein.

2.3

Sprachnotiz und Mitschnitt

Eine Sprachnotiz nimmst du direkt in Mirari auf, bis 5 Minuten – für deine eigenen Gedanken. Einen Mitschnitt lädst du als fertige Tondatei hoch – für Vorträge, Webinare und Seminare.

Sprachnotiz – Du sprichst für dich. Ein Gedanke im Auto, eine Idee nach dem Podcast, ein „das muss ich mir merken“. Tippe auf Sprachnotiz, sprich, fertig. Nach fünf Minuten hält Mirari die Aufnahme an und speichert sie.

Mitschnitt – Ein Vortrag, ein Webinar, ein Seminartag. Die Aufnahme machst du mit der Sprachmemo- oder Diktier-App deines Handys, denn die nimmt auch zuverlässig weiter auf, wenn sich dein Bildschirm sperrt. Danach tippst du auf Mitschnitt, dann auf „Datei wählen“, und suchst die Tondatei aus. Das geht auch mit der MP3, die dir ein Veranstalter schickt.

Ein Mitschnitt darf bis zu 25 MB groß sein. Je nach Format reicht das für etwa eine halbe bis eine Dreiviertelstunde. Ist deine Datei größer, teil sie in der Aufnahme-App in zwei Teile.

Ganz wichtig – bitte lesen: Sprich für dich, nicht für die Sitzung. Nimm keine Gespräche mit Klientinnen oder Klienten auf und nenne keine Namen – für die Zuordnung reicht deine Fallkennung. Und manche Veranstalter untersagen Mitschnitte ihrer Vorträge. Das zu prüfen bleibt bei dir.

Was mit der Audiodatei passiert: Sie bleibt erhalten – am Zettel und später unter „Materialien“ → „Meine Uploads“, auch nachdem du den Zettel eingearbeitet hast. Brauchst du sie nicht mehr, löschst du sie dort.

Aus Ton wird Text:

  1. Mirari wandelt deine Aufnahme im Hintergrund in Text um.
  2. Danach bereinigt Mirari den Text von Füllwörtern und schlägt einen Titel vor. Bei Mitschnitten entsteht zusätzlich eine Gliederung.
  3. Du siehst standardmäßig die bereinigte Fassung. Über „Original anzeigen“ kommst du jederzeit an den ungekürzten Text.

Für die Umwandlung wird die Aufnahme an einen Dienstleister übermittelt. Umso wichtiger ist der Hinweis oben.

Grenze pro Tag: Du kannst bis zu 180 Minuten Audio pro Tag in Text umwandeln lassen. Was darüber liegt, bleibt am Zettel und wird am nächsten Tag umgewandelt.

2.4

Zettel am Rechner einarbeiten

Unter „Materialien“ → „Meine Zettel“ im Dashboard findest du alles, was du gesammelt hast. Für jeden Zettel entscheidest du: als neuen Knoten anlegen, an einen bestehenden Knoten anhängen oder wie eine Quelle behandeln.

Am Rechner wartet dein Zettel-Stapel, bis du Ruhe hast. Ein kleines Abzeichen neben „Materialien“ oben im Dashboard zeigt dir, wie viele noch offen sind – bewusst ruhig, ohne rote Signale.

  1. Klicke oben im Dashboard auf „Materialien“ und dann auf „Meine Zettel“.
  2. Wähle einen Zettel. Er sieht genauso aus wie der Notizzettel in einem Knoten: Titel, Text, darunter die Anhänge.
  3. Entscheide dich für einen von drei Wegen.

Als neuen Knoten anlegen – für einen Gedanken, der für sich steht. Du wählst die Map und gibst dem Knoten einen Namen. Der Text des Zettels und alle Anhänge wandern mit in die Notizen. Kernpunkte ergänzt du danach direkt im Knoten.

An bestehenden Knoten anhängen – für alles, was ein Thema ergänzt, zu dem du schon etwas hast. Du suchst den Knoten über das Suchfeld – über alle deine Maps hinweg. Der Zettel wird angehängt, nicht ersetzt: Deine bisherigen Notizen bleiben stehen, darunter erscheint eine Trennzeile wie „Aus Zettel vom 12.08.2026“.

Wie eine Quelle behandeln – für lange Zettel, etwa einen Seminarmitschnitt oder mehrere Buchseiten. Der Zettel wandert in den Quellen-Import. Mirari zerlegt ihn dort in einzelne Vorschläge, jeweils mit Begründung, und du entscheidest bei jedem einzeln – genau wie beim Import deiner ersten Quelle.

Nichts geht verloren: Eingearbeitete Zettel werden nicht gelöscht. Sie wandern in den Bereich „Eingearbeitet“ und verlinken auf die Map, in die sie geflossen sind. Und hast du etwas an den falschen Knoten gehängt, findest du im Knoten „rückgängig machen“ – dann verschwindet genau das, was vom Zettel kam, und sonst nichts.

Deine Anhänge wiederfinden: Jeder Screenshot, jede Sprachnotiz und jedes PDF ist zusätzlich unter „Materialien“ → „Meine Uploads“ auffindbar. Dort steht jede Datei einzeln und als Teil des Zettels, in dem sie entstanden ist.

→ Mehr dazu: Deine Uploads und der Speicher

Du findest nicht, was du suchst? Schreib mir an hello@mirariapp.com – ich ergänze die Anleitung laufend.