Nährstoffe & Kofaktoren
Eisen / Ferritin
- Kofaktor der Thyreoperoxidase und damit der Hormonbildung.
- Unterfunktion und Eisenmangel begünstigen sich gegenseitig.
- Häufigste Verwechslung mit der Unterfunktion.
Die Thyreoperoxidase, das Schlüsselenzym der Hormonbildung, enthält Eisen. Ein Eisenmangel kann die Hormonbildung deshalb drosseln und die Wirkung einer guten Jodversorgung abschwächen. Umgekehrt begünstigt eine Unterfunktion über verstärkte Menstruationsblutungen ihrerseits einen Eisenmangel, und bei Autoimmunthyreoiditis treten gehäuft Zöliakie oder eine atrophische Gastritis auf, die die Eisenaufnahme stören. Zugleich wird Eisenmangel am häufigsten mit der Unterfunktion verwechselt, weil er dieselbe Erschöpfung, dieselbe Kälteempfindlichkeit und denselben Haarausfall macht. Ein Ferritinwert gehört deshalb in die Abklärung, wenn Schilddrüsensymptome bestehen, und ist bei Entzündung nur zusammen mit einem Entzündungsmarker zu lesen. Vertiefung: Starter-Map „Eisenmangel und Erschöpfung“.
Hängt zusammen mit
- → Konversion T4 zu T3
- ← Erschöpfungs-Zwillinge
- Siehe auch: Medikation
- Siehe auch: Schilddrüse & Zyklus

Quellen
- Zimmermann MB, Köhrle J. The impact of iron and selenium deficiencies on iodine and thyroid metabolism: biochemistry and relevance to public health. Thyroid 2002;12(10):867–878
- Hastka J, Metzgeroth G, Gattermann N. Eisenmangel und Eisenmangelanämie. Onkopedia-Leitlinie (DGHO), Stand 2025.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
Das ist ein Ausschnitt aus der Starter-Map „Schilddrüse – Nebenniere – Zyklus“ in Mirari: 40 Knoten, 6 Themenfelder, alle Verbindungen. Die ganze Map bekommst du kostenlos in dein Konto. Map holen →