Nebenniere & Stressachse
Cortisol-Tagesrhythmus
- Hoch am Morgen, Anstieg nach dem Aufwachen, niedrig am Abend.
- Die Information steckt im Rhythmus.
- Ein Blutwert ohne Uhrzeit sagt fast nichts.
Cortisol folgt einem ausgeprägten Tagesrhythmus. Die Werte sind am frühen Morgen am höchsten, steigen in der ersten halben bis dreiviertel Stunde nach dem Aufwachen noch einmal deutlich an und fallen über den Tag ab, bis sie um Mitternacht ihren Tiefpunkt erreichen. Dieser Anstieg nach dem Aufwachen gilt als eigene, gut untersuchte Reaktion und wird unter anderem von Schlaf, Tageslicht und erwarteter Belastung beeinflusst. Schichtarbeit, Jetlag und unregelmäßiger Schlaf verschieben den Rhythmus. Die Information steckt deshalb im Verlauf, nicht im Einzelwert. Ein einzelner Blutwert ohne Uhrzeit sagt fast nichts. Für die ärztliche Diagnostik einer Über- oder Unterfunktion gibt es standardisierte Tests zu festgelegten Zeiten oder nach Stimulation beziehungsweise Hemmung der Achse.
Hängt zusammen mit
- ← HPA-Achse
- ← misst nur einen Ausschnitt Speichelcortisol
- ← Erschöpfungs-Zwillinge
- Siehe auch: Dokumentation im Fall

Quellen
- Fries E, Dettenborn L, Kirschbaum C. The cortisol awakening response (CAR): facts and future directions. International Journal of Psychophysiology 2009;72(1):67–73.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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