Labor & Vorsorge

Zöliakie-SerologieHypothese

  • Unbehandelt: mehr Fehlgeburten beschrieben
  • Glutenfrei: Zusammenhang verschwindet
  • Für die Konzeption: Hypothese

Die Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung des Dünndarms, die häufig unerkannt bleibt und über eine gestörte Aufnahme von Eisen, Folat und anderen Nährstoffen wirkt. Eine Metaanalyse beschreibt bei unbehandelter Zöliakie ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten und Wachstumsverzögerung des Kindes; unter glutenfreier Ernährung verschwindet der Zusammenhang. Für die Konzeption selbst ist die Datenlage weniger eindeutig. Eine serologische Abklärung kommt infrage bei ungeklärtem Eisenmangel, wiederholten Fehlgeburten oder passenden Beschwerden – und nur, solange noch Gluten gegessen wird, sonst fällt der Test falsch negativ aus.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Kinderwunsch-Basisnetz: Zöliakie-Serologie und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Kinderwunsch-Basisnetz“ – Zöliakie-Serologie und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Tersigni C, Castellani R, de Waure C, et al. Celiac disease and reproductive disorders: meta-analysis of epidemiologic associations and potential pathogenic mechanisms. Human Reproduction Update 2014;20(4):582–593.

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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