Labor & Eisenstatus

Retikulozyten

  • Zeigen die aktuelle Neubildung roter Blutzellen.
  • Steigen früh an, wenn wieder Eisen verfügbar ist.
  • Vor allem im Verlauf aussagekräftig.

Retikulozyten sind junge rote Blutkörperchen, die gerade aus dem Knochenmark ins Blut übergetreten sind. Ihre Zahl zeigt, wie aktiv die Blutbildung im Moment ist. Bei einem Eisenmangel ist sie trotz Anämie eher niedrig, weil der Baustoff fehlt. Wird Eisen wieder verfügbar, steigt die Retikulozytenzahl als einer der ersten Werte an, typischerweise innerhalb von etwa ein bis zwei Wochen. Das macht sie zum frühen Signal in der Verlaufsbeurteilung: Bleibt der Anstieg aus, kann das auf eine unzureichende Aufnahme, einen fortbestehenden Blutverlust oder eine andere Ursache der Anämie hinweisen. Der Hämoglobingehalt der Retikulozyten zeigt die Eisenversorgung der jüngsten Zellen und wird in manchen Laboren mitbestimmt.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Eisenmangel und Erschöpfung: Retikulozyten und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Eisenmangel und Erschöpfung“ – Retikulozyten und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Hastka J, Metzgeroth G, Gattermann N. Eisenmangel und Eisenmangelanämie. Onkopedia-Leitlinie (DGHO), Stand 2025. onkopedia.com

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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