Symptome & Folgen
Kälteempfindlichkeit
- Tritt bei Eisenmangel und bei Schilddrüsenunterfunktion auf.
- Brückensymptom zur Differenzialdiagnose.
- Eisen ist an der Wärmeregulation beteiligt.
Eine erhöhte Kälteempfindlichkeit, kalte Hände und Füße oder ständiges Frieren werden bei Eisenmangel häufig berichtet. Untersuchungen fanden bei Eisenmangelanämie eine schlechtere Wärmeregulation in Kälte. Diskutiert werden eine verminderte Sauerstoffversorgung und ein veränderter Schilddrüsenhormonstoffwechsel, denn die Bildung der Schilddrüsenhormone hängt von einem eisenhaltigen Enzym ab. Dasselbe Symptom ist zugleich typisch für eine Schilddrüsenunterfunktion. Kälteempfindlichkeit ist deshalb ein Brückensymptom: Sie verbindet zwei Differenzialdiagnosen, die sich überschneiden und gleichzeitig vorliegen können. Wer friert und erschöpft ist, braucht entsprechend den Blick auf beide Achsen. Auch Untergewicht und niedriger Blutdruck kommen in Betracht. Vertiefung: Starter-Map „Schilddrüse – Nebenniere – Zyklus“.
Hängt zusammen mit
- gemeinsames Symptom → Schilddrüse (TSH)

Quellen
- Brigham D, Beard J. Iron and thermoregulation: a review. Critical Reviews in Food Science and Nutrition 1996;36(8):747–763 [PRÜFEN]
- Chaker L, Bianco AC, Jonklaas J, Peeters RP. Hypothyroidism. Lancet 2017;390(10101):1550–1562.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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