Schilddrüse & Darm
Selen, Zink, Jod, Eisen
- Selen und Zink für die Deiodinasen, Jod und Eisen für die Hormonbildung.
- Alle vier werden über den Darm aufgenommen.
- Ein Mangel wirkt selten nur auf eine Achse.
Vier Spurenelemente verbinden Darm und Schilddrüse. Jod ist Baustein der Hormone, Eisen Bestandteil der Thyreoperoxidase, die die Hormonbildung katalysiert. Selen ist Bestandteil der Deiodinasen und schützender Enzyme, Zink ist an der Umwandlung und der Rezeptorbindung beteiligt. Alle vier werden über den Darm aufgenommen. Darmerkrankungen wie Zöliakie oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, ein Säuremangel oder eine Entzündung mit erhöhtem Hepcidin können die Aufnahme deshalb verringern. Nach einer Übersichtsarbeit beeinflusst auch die Zusammensetzung des Mikrobioms die Verfügbarkeit dieser Spurenelemente; das Ausmaß beim Menschen ist allerdings wenig untersucht. Ein Mangel wirkt selten nur auf eine Achse: Eisenmangel etwa bremst die Hormonbildung und verursacht zugleich eigene Erschöpfung. Vertiefung: Starter-Maps „Eisenmangel und Erschöpfung“ und „Schilddrüse – Nebenniere – Zyklus“.
Hängt zusammen mit
- Kofaktoren → Konversion T4 zu T3
- ← Entzündung & Hepcidin

Quellen
- Knezevic J, Starchl C, Tmava Berisha A, Amrein K. Thyroid-Gut-Axis: How Does the Microbiota Influence Thyroid Function? Nutrients 2020;12(6):1769
- Zimmermann MB, Köhrle J. The impact of iron and selenium deficiencies on iodine and thyroid metabolism: biochemistry and relevance to public health. Thyroid 2002;12(10):867–878
- Hastka J, Metzgeroth G, Gattermann N. Eisenmangel und Eisenmangelanämie. Onkopedia-Leitlinie (DGHO), Stand 2025.
Stand der Map: 8. Oktober 2026
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