Östrogen-Kreislauf

Leberphasen I und II

  • Phase I: CYP-Enzyme hydroxylieren das Östrogen.
  • Phase II: Methylierung, Glucuronidierung, Sulfatierung.
  • An der Glucuronidierung greift der Darm wieder ein.

Die Leber baut Östrogene in zwei Schritten ab. In Phase I versehen Cytochrom-P450-Enzyme das Östradiol an unterschiedlichen Stellen mit einer Hydroxygruppe; es entstehen Metaboliten mit unterschiedlicher biologischer Aktivität, etwa 2-Hydroxy- und 4-Hydroxy-Östrogene. In Phase II werden diese Metaboliten durch Methylierung über das Enzym COMT, durch Glucuronidierung und durch Sulfatierung wasserlöslich und ausscheidbar gemacht. Die Aktivität dieser Enzyme unterscheidet sich genetisch und wird von Medikamenten, Alkohol, Rauchen und Ernährung beeinflusst. An der Glucuronidierung greift der Darm wieder ein, wenn Bakterien die Bindung lösen. In der Ratgeberliteratur sind die Leberphasen oft Ausgangspunkt für Entgiftungskonzepte, für deren Nutzen belastbare Studien fehlen. Diese Map beschreibt den Weg, ohne Maßnahmen abzuleiten.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Die Darm-Hormon-Achse: Leberphasen I und II und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Die Darm-Hormon-Achse“ – Leberphasen I und II und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Tsuchiya Y, Nakajima M, Yokoi T. Cytochrome P450-mediated metabolism of estrogens and its regulation in human. Cancer Letters 2005;227(2):115–124
  • Baker JM, Al-Nakkash L, Herbst-Kralovetz MM. Estrogen–gut microbiome axis: Physiological and clinical implications. Maturitas 2017;103:45–53.

Stand der Map: 8. Oktober 2026

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