Therapieprinzipien

Pacing

  • Aktivität gleichmäßig über Tag und Woche verteilen.
  • Den Wechsel aus Überlastung und Zwangspause durchbrechen.
  • Besonders hilfreich bei Fibromyalgie und Erschöpfung.

Pacing bezeichnet die bewusste Einteilung von Aktivität, um den Wechsel aus Überlastung an guten Tagen und erzwungener Pause an schlechten Tagen zu durchbrechen, im Englischen „boom and bust“ genannt. Aktivitäten werden in kleinere Einheiten geteilt, mit Pausen versehen und über Tag und Woche verteilt, und zwar nach Plan statt nach Schmerz. Das Konzept wird unterschiedlich verstanden: als Strategie zur Energieeinteilung, als Vorstufe einer schrittweisen Steigerung oder als dauerhafte Begrenzung. Eine Übersichtsarbeit beschreibt die Datenlage deshalb als uneinheitlich. Klinisch ist Pacing besonders beim Fibromyalgiesyndrom, bei ausgeprägter Erschöpfung und bei Menschen nützlich, die sich regelmäßig überfordern. Aus ergotherapeutischer Sicht ist es Teil der Tages- und Wochenstrukturierung. Wichtig ist, Pacing nicht mit Vermeidung zu verwechseln: Ziel ist Stabilität, auf der eine Steigerung aufbauen kann.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Chronischer Schmerz – vom Gewebe zum System: Pacing und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Chronischer Schmerz – vom Gewebe zum System“ – Pacing und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Nielson WR, Jensen MP, Karsdorp PA, Vlaeyen JWS. Activity pacing in chronic pain: concepts, evidence, and future directions. Clinical Journal of Pain 2013;29(5):461–468.

Rechtsstand: Rolle & Recht geprüft am 08.10.2026 (Blankoverordnung, sektoraler HP Physiotherapie, Direktzugang, Osteopathie).

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