Krankheitsbilder

Nackenschmerz

  • Häufig, meist unspezifisch und gutartig.
  • Übungen und Edukation bilden die Basis.
  • Warnzeichen: Trauma, Rückenmarks- oder Gefäßzeichen.

Nackenschmerz gehört nach Rückenschmerz zu den häufigsten Beschwerden des Bewegungsapparats. Meist lässt sich keine spezifische Ursache finden. Eine Leitlinie der amerikanischen Physiotherapie-Fachgesellschaft unterscheidet Nackenschmerz mit Bewegungseinschränkung, mit gestörter Bewegungskoordination wie nach einem Schleudertrauma, mit ausstrahlendem Armschmerz und mit Kopfschmerz. Für die Behandlung empfiehlt sie vor allem Übungen für Kraft, Ausdauer und Koordination, kombiniert mit Edukation und gegebenenfalls Mobilisation oder Manipulation. Ausstrahlende Schmerzen mit Taubheit oder Schwäche im Arm weisen auf eine Nervenwurzelbeteiligung hin. Warnzeichen sind ein vorausgegangenes Trauma, Zeichen einer Rückenmarksbeteiligung wie Gangunsicherheit oder Ungeschicklichkeit der Hände sowie Hinweise auf eine Gefäßbeteiligung wie Schwindel, Doppelbilder, Sprech- oder Schluckstörungen. Diese gehören ärztlich abgeklärt, vor jeder manuellen Behandlung der Halswirbelsäule.

Hängt zusammen mit

Ausschnitt aus der Starter-Map Chronischer Schmerz – vom Gewebe zum System: Nackenschmerz und die direkt verbundenen Knoten
Ausschnitt aus der Starter-Map „Chronischer Schmerz – vom Gewebe zum System“ – Nackenschmerz und die direkt verbundenen Knoten.

Quellen

  • Blanpied PR, Gross AR, Elliott JM et al. Neck Pain: Revision 2017. Journal of Orthopaedic & Sports Physical Therapy 2017;47(7):A1–A83.

Rechtsstand: Rolle & Recht geprüft am 08.10.2026 (Blankoverordnung, sektoraler HP Physiotherapie, Direktzugang, Osteopathie).

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